KI-Briefing 05.10.2026
Zeitfenster: 02.10.2026 07:00 bis 05.10.2026 07:00 Uhr (Europe/Berlin), Montagsregel mit 72 Stunden · Veröffentlicht: 8. Oktober 2026 um 08:45
Hinweis zur KI-NutzungDieses Briefing wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und verfasst. Alle Angaben sind mit Quelle belegt, unverifizierte Angaben sind als solche gekennzeichnet. Redaktionell verantwortlich: Ingo Günther, KI Academy Leipzig.
Was bedeuten Ampelstufen und Quellenstufen?
Die Ampelstufen zeigen, wie dringlich eine Meldung ist:
- Auf dem Tisch
ist jetzt handlungsrelevant.
- Auf dem Radar
sollten Sie beobachten.
- Notiert
ist ein Thema zur Kenntnis.
- Unverifiziert
bedeutet, dass sich der Sachverhalt nicht vollständig über eine belastbare Quelle belegen ließ. Die Meldung erscheint trotzdem, die Angaben sind aber mit Vorsicht zu behandeln.
Die Quellenstufen geben an, wie belastbar eine Quelle ist:
- Stufe A: Primärquelle des Anbieters (Firmenblog, Release Notes, API-Dokumentation, Repository, Changelog, Statusseite, Preisseite)
- Stufe B: Behörden und amtliche Quellen (Europäische Kommission, EU AI Office, BSI, ENISA, NIST, Datenschutzaufsichtsbehörden)
- Stufe C: Recherchierende Fachmedien (etwa Reuters, Bloomberg, Financial Times, MIT Technology Review, heise, c't, Handelsblatt)
- Stufe D: Wissenschaft (arXiv, Papers with Code, Fachjournale)
- Stufe E: Newsletter, Blogs und Aggregatoren. Diese Stufe gilt nie als Beleg, sondern nur als Spur.
Jede Meldung stützt sich auf mindestens eine Quelle der Stufen A bis D. Lässt sich ein Sachverhalt nur über Stufe E belegen, ist die Meldung als unverifiziert gekennzeichnet.
Die Lage in fünf Zeilen
- Aleph Alpha hat am 03.10.2026 mit Kolibri-1 ein deutschsprachiges Modell mit offenen Gewichten unter Apache 2.0 veröffentlicht, 78,1 Milliarden Parameter bei 3,46 Milliarden aktiven je Token.
- Google beginnt heute in Workspace den Rollout von Skills, die die Gems ersetzen; Administratoren müssen Skills vorher freischalten, und es gibt keine Synchronisierung zwischen Gemini-App und Workspace.
- Anthropic legt 100 Millionen US-Dollar in eine eigene Ausbildungsschiene und will bis Ende 2027 10.000 Ingenieure zu Claude-Einführungsfachleuten ausbilden, Standorte sind San Francisco, New York und London.
- Apple hat am 02.10.2026 angekündigt, den Vollzugriff auf die Festplatte unter macOS einzuschränken, und nennt als Grund ausdrücklich zunehmend eigenständig handelnde KI-Agenten.
- xAI hat grok-voice-transcribe-1.0 zum 02.10.2026 abgeschaltet und leitet Anfragen bei gleichem Preis auf Version 2.0 um.
Fällige Wiedervorlagen
- Eingetreten Der Rollout von Skills in Workspace beginnt wie angekündigt am 05.10.2026, siehe Meldung 2. Die Zeile ist abgearbeitet und wird durch einen Termin für die Scheduled-Release-Domänen am 19.10.2026 ersetzt.
- Noch offen Die Abschaltliste von Microsoft Foundry trägt für Cohere-command-a-plus-05-2026 weiterhin den 16.10.2026 und unverändert den Stand 21.09.2026, ein Vollzugsvermerk fehlt. Neuer Termin: 14.10.2026.
- Noch offen Zum Förderprogramm von Anthropic für Wirkungsevaluierungen war der 05.10.2026 als Tag der Mitteilung über die Einladung zum Vollantrag notiert. Eine öffentliche Quelle dazu gibt es nicht, und ob eingereicht wurde, ist aus diesem Lauf nicht feststellbar. Neuer Termin: 03.01.2027.
Meldungen
Auf dem TischAleph AlphaOffene ModelleneuAleph Alpha veröffentlicht Kolibri-1 mit offenen Gewichten unter Apache 2.0
Aleph Alpha hat am 03.10.2026 das Modell Kolibri-1 mit offenen Gewichten unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Es ist ein deutsch-englisches Mixture-of-Experts-Modell mit 78,1 Milliarden Parametern, von denen je Token 3,46 Milliarden aktiv sind. Die Gewichte liegen auf Hugging Face und sind kommerziell nutzbar.
Bericht
Die Modellkarte nennt 78,1 Milliarden Gesamtparameter und 3,46 Milliarden aktive Parameter je Token, verteilt auf 384 Experten, von denen sechs je Token arbeiten. Das Kontextfenster beträgt native 262.144 Token und reicht durch Extrapolation bis 1.048.576 Token. Der technische Bericht gibt 24 Billionen Trainings-Token über Vortraining, Zwischentraining und Kontexterweiterung an, mit einem Deutschanteil von über 20 Prozent am Datenmix, trainiert auf 768 Grafikkarten des Typs B200. Der eigene Tokenizer erreicht laut Modellkarte eine Kompression von 4,7 Byte je Token für Deutsch. Angegebene Durchschnittswerte: 75,0 Prozent über alle englischen und 71,0 Prozent über alle deutschen Prüfungen, 96,2 Prozent in Mathematik und 88,9 Prozent in Code für Englisch, 63,1 Prozent bei agentischen Aufgaben. Die Lizenz ist Apache 2.0, ausdrücklich beschränkt auf Gewichte und Konfigurationsdateien der veröffentlichten Ablage. Der Speicherbedarf der BF16-Fassung liegt bei etwa 156 Gigabyte, als Mindestausstattung nennt Aleph Alpha vier A100 mit 80 Gigabyte, vier H100 SXM5, zwei H200, eine B200 oder eine B300. Betrieb im eigenen Haus ist über das Inferenzpaket von Aleph Alpha und ein vLLM-Zusatzmodul vorgesehen. Entwickelt, trainiert und kontrolliert wird nach Angabe des Anbieters in Europa, genannt sind Deutschland und Finnland. Preise für ein gehostetes Angebot nennt keine der abgerufenen Quellen. Quantisierte Fassungen stammen bisher aus der Gemeinschaft, nicht vom Anbieter: Auf Hugging Face stehen am 05.10.2026 unter anderem eine Q3_K_S-GGUF-Fassung mit einem Download, eine NVFP4-Fassung mit 40 Milliarden Parametern und eine MLX-Fassung mit drei Bit, jeweils mit einstelligen Downloadzahlen.
Einordnung
Der Bruch mit der bisherigen Linie ist die Lizenz. Aleph Alpha war jahrelang der Anbieter, über den man in Seminaren sagen musste, dass es ihn gibt, ohne dass man ihn ausprobieren konnte. Ein Modell unter Apache 2.0 mit einem Deutschanteil von über 20 Prozent im Training ist das erste Mal, dass die Frage nach einer europäischen Alternative nicht an der Verfügbarkeit scheitert. [Schlussfolgerung] Praktisch verschiebt das weniger, als die Lizenz verspricht: Mit 156 Gigabyte für die BF16-Fassung liegt das Modell außerhalb dessen, was auf einem Arbeitsplatzrechner mit 64 Gigabyte gemeinsamem Speicher läuft, und die quantisierten Fassungen sind Gemeinschaftsarbeit mit einstelligen Downloadzahlen, also nicht geprüft. Die Architektur mit nur 3,46 Milliarden aktiven Parametern senkt die Rechenkosten je Token deutlich, nicht aber den Speicherbedarf, das ist der Grund, warum die Hacker-News-Diskussion um Betriebskosten und nicht um Vergleichswerte lief.
Quellen
Auf dem TischGoogleWerkzeuge und AbschaltungenUpdateGems werden zu Skills, der Rollout in Workspace beginnt heute
Der Umstieg von Gems auf Skills beginnt am 05.10.2026 in Google Workspace für Domänen mit schneller Freigabe. Administratoren müssen Skills vorher in der Verwaltungskonsole einschalten. Eine Synchronisierung zwischen Gemini-App und Workspace gibt es nicht, bestehende Gems sind für Workspace von Hand neu anzulegen.
Bericht
Neu gegenüber dem Briefing vom 01.10.2026, das die Abschalttermine berichtete, ist der bestätigte Startpunkt und die Rolle der Verwaltung. Die Hilfeseite von Google nennt diese Kette: Rollout in Workspace ab 05.10.2026 für Domänen mit schneller Freigabe, abgeschlossen bis 12.10.2026, Domänen mit geplanter Freigabe ab 19.10.2026, abgeschlossen bis Mitte November 2026, Rollout in der Gemini-App ab 13.10.2026 für alle Nutzenden, abgeschlossen bis Mitte November 2026, Verschiebung der Gems in die Einstellungen der Gemini-App am 17.11.2026, Wegfall des Anlegens und Bearbeitens von Gems für Geschäfts- und Unternehmenskonten ab 01.03.2027 mit automatischer Umwandlung in Skill-Entwürfe, dasselbe für Bildungskonten ab 01.06.2027. Während des Übergangs lassen sich Gems und Skills parallel nutzen. Google weist Administratoren ausdrücklich an, Skills für die Organisation einzuschalten. Zur Synchronisierung heißt es, Skills würden derzeit nicht zwischen der Gemini-App und den Workspace-Anwendungen abgeglichen, wer einen Skill auf beiden Seiten nutzen oder in Workspace verwendete Gems überführen will, muss sie von Hand neu anlegen. Die automatische Umwandlung betrifft nur Gems in der Gemini-App und erzeugt dort Entwürfe.
Einordnung
Das ist der Punkt, an dem aus einer Ankündigung Arbeit wird. Wer in einem Betrieb mit Workspace Gems im Einsatz hat, verliert sie nicht heute, muss aber zwei Dinge selbst tun: in der Verwaltungskonsole freischalten und die Inhalte abtippen. [Schlussfolgerung] Die fehlende Synchronisierung ist dabei die eigentliche Last, weil Betriebe, die Gemini sowohl in der App als auch in Workspace nutzen, jede Vorlage zweimal pflegen. Der offene Punkt aus dem Briefing vom 01.10.2026, ob Gratiskonten den Zugang zu Skills behalten, ist auf der Hilfeseite weiterhin nicht beantwortet.
Quellen
Auf dem TischxAIAbschaltungenneuxAI schaltet die erste Fassung der Sprachtranskription ab
xAI hat grok-voice-transcribe-1.0 zum 02.10.2026 das Lebensende gesetzt. Anfragen an diese Kennung werden automatisch auf grok-voice-transcribe-2.0 umgeleitet, der Preis bleibt gleich. Ein Eingriff ist nur nötig, wenn Ausgaben weiterverarbeitet werden.
Bericht
Die Freigabehinweise von xAI führen für Oktober 2026 genau einen Eintrag, datiert auf den 02.10.2026: grok-voice-transcribe-1.0 ist abgekündigt und erreicht an diesem Tag das Lebensende. Anfragen werden auf grok-voice-transcribe-2.0 umgeleitet, nach Angabe des Anbieters zum gleichen Preis und mit verbesserter Transkriptionsgenauigkeit. Einträge für den 03., 04. oder 05.10.2026 gibt es dort nicht.
Einordnung
Eine Abschaltung mit automatischer Umleitung und gleichem Preis ist der freundlichste Fall dieser Gattung und steht im Kontrast zur Oktoberwelle bei OpenAI und Microsoft, die das Briefing vom 02.10.2026 beschrieben hat: dort elf Kennungen zum 23.10.2026 ohne Umleitung. [Schlussfolgerung] Der Unterschied ist für die Beratung nützlicher als die Abschaltung selbst, weil er zeigt, dass eine Modellkennung im eigenen Code nie als dauerhaft gelten kann, auch wenn es diesmal gut ausgeht.
Quellen
Auf dem RadarAnthropicWeiterbildungsmarktneuAnthropic legt 100 Millionen US-Dollar in eine eigene Ausbildungsschiene
Anthropic hat am 02.10.2026 die Claude Frontier Academy angekündigt und stellt dafür 100 Millionen US-Dollar bereit. Bis Ende 2027 sollen 10.000 Ingenieure zu Claude-Einführungsfachleuten ausgebildet werden. Die Teilnahme läuft über nominierende Organisationen, nicht über eigene Bewerbung.
Bericht
Die Mitteilung nennt 100 Millionen US-Dollar und als Ziel 10.000 sogenannte Frontier Deployed Engineers bis Ende 2027. Der Ablauf besteht aus einer mehrtägigen Präsenzveranstaltung und einer anschließenden Residenz von zwölf Wochen. Als erste Partnerorganisationen sind Accenture, Bain, Capgemini, Commonwealth Bank of Australia, Deloitte, McKinsey, Morgan Stanley und Novo Nordisk genannt. Standorte sind San Francisco, New York und London. Organisationen nominieren ihre Ingenieure, die jeweils mit einem benannten Claude-Projekt anreisen, das sie nach der Rückkehr verantworten. Der Zugang läuft über das Anthropic-Kundenbetreuungsteam oder den Partner Account Manager. Vorerfahrung mit dem Bau von Agenten ist nach Angabe von Anthropic nicht erforderlich, wohl aber praktische Entwicklungsarbeit mit Sprachmodellen. Zwei Abzeichen sind vorgesehen: Claude Resident Engineer nach der Grundausbildung und Claude Frontier Deployed Engineer nach der Residenz, erste Vergaben erwartet Anthropic Anfang 2027. Bewerbungsfristen nennt die Mitteilung nicht. Angaben zu Deutschland enthält sie nicht.
Einordnung
Das ist eine Marktbewegung im Weiterbildungsgeschäft, nicht im Produktgeschäft. Ein Modellanbieter baut selbst eine Zertifizierungsschiene und besetzt damit die Stelle, an der bisher Beratungshäuser und freie Anbieter standen. [Schlussfolgerung] Für den deutschen Mittelstand ändert das kurzfristig nichts, weil das Programm über Großkunden läuft, keinen DACH-Standort hat und Einzelpersonen nicht aufnimmt. Mittelfristig entsteht daraus aber ein Abzeichen, das in Ausschreibungen auftauchen kann, und damit eine Frage, auf die ein Weiterbildungsanbieter eine Antwort braucht. Die Abgrenzung ist dabei das Argument: Die Academy bildet Einführungsingenieure für Großorganisationen aus, nicht Beschäftigte eines Handwerksbetriebs im Umgang mit KI.
Quellen
Auf dem RadarAppleSicherheit und DatenschutzneuApple schränkt den Vollzugriff auf die Festplatte ein und nennt KI-Agenten als Grund
Apple hat am 02.10.2026 in den Entwicklernachrichten angekündigt, zusätzliche Kontrollen für die Berechtigung Vollzugriff auf die Festplatte unter macOS einzuführen. Künftig soll dafür eine ausdrückliche Handlung der Nutzenden nötig sein. Eine macOS-Version, ein Stichtag und technische Vorgaben fehlen.
Bericht
Der Beitrag trägt den Titel Updates to Full Disk Access in macOS und ist auf den 02.10.2026 datiert. Apple begründet den Schritt damit, dass einige Entwickler die Berechtigung in einer Weise nutzen, die Nutzende gefährdet, weil damit ohne deren vollständige Kenntnis Dateien, Mail, Nachrichten und Browserverlauf offenliegen, betroffen sei auch die Privatsphäre der Kommunikationspartner. Als Verstärker nennt Apple ausdrücklich zunehmend fähige und eigenständig handelnde KI-Agenten, bei denen die Risiken dieses Zugriffsumfangs erheblich wachsen. Angekündigt sind zusätzliche Kontrollen, die eine sehr ausdrückliche Handlung der Nutzenden verlangen. Nicht genannt sind die betroffene macOS-Version, ein Umsetzungstermin, konkrete Pflichten für Entwickler und Schnittstellenänderungen. TechCrunch hat den Beitrag am 02.10.2026 aufgegriffen und trägt eine Richtigstellung, nach der es um verschärfte Einwilligung geht und nicht um eine neue funktionale Beschränkung des Zugriffs selbst.
Einordnung
Das ist die erste Betriebssystemreaktion auf agentische Werkzeuge, die ein Anbieter selbst mit dieser Begründung versieht. Bisher lief die Diskussion über Berechtigungen bei Agenten in den Werkzeugen selbst, etwa bei Metas Muse, das die Briefings vom 30.09. und 01.10.2026 behandelt haben. Jetzt zieht die Plattform eine Linie. [Schlussfolgerung] Für Betriebe heißt das, dass Werkzeuge, die heute über Vollzugriff auf die Festplatte arbeiten, mit einer kommenden macOS-Fassung mehr Klicks oder weniger Zugriff bekommen, weil Apple keinen Termin nennt, lässt sich das nicht planen, nur vormerken.
Quellen
Auf dem RadarOpenAIDatenschutz und TarifeneuChatGPT verbindet Finanzkonten jetzt auch in kostenlosen Tarifen
OpenAI hat am 02.10.2026 die Finanzfunktion in ChatGPT auf die Tarife Free und Go ausgeweitet. Nutzende in den USA können damit Finanzkonten verbinden und Ausgaben, Sparmöglichkeiten und Anlagen auswerten lassen. Außerhalb der USA ist die Funktion nicht verfügbar.
Bericht
Der Eintrag in den Freigabehinweisen von ChatGPT ist auf den 02.10.2026 datiert und nennt als Umfang: Ausrollen an Free- und Go-Nutzende in den USA über Web, iOS und Android. Beschrieben ist das sichere Verbinden von Finanzkonten, um Sparmöglichkeiten zu finden, Ausgaben zu verstehen und Anlagen einzuordnen, mit Antworten auf Grundlage der eigenen Finanzdaten. Weitere Länder, eine Liste der angebundenen Institute, die Aufbewahrungsdauer der Daten und die Frage, ob die Daten in das Training einfließen, stehen nicht im Eintrag. Für die Gemini-Seite ist im Fenster nichts Vergleichbares bekannt geworden.
Einordnung
Der Schritt ist nicht die Funktion, sondern der Tarif. Eine Kontoanbindung in einem kostenpflichtigen Tarif betrifft Menschen, die eine Zahlungsbeziehung zum Anbieter haben, in einem kostenlosen Tarif betrifft sie alle. [Schlussfolgerung] Für die deutsche Beratung ist die Meldung vor allem ein Vorlauf: Funktionen dieser Art erreichen die EU später und meist in beschnittener Form, aber die Frage im Seminarraum kommt, sobald jemand sie in einem US-Video sieht. Die Antwort darauf braucht keine Spekulation über die EU-Einführung, sondern die Unterscheidung zwischen Konteneinsicht und Zahlungsauslösung.
Quellen
NotiertUnverifiziertGoogleSicherheitneuGoogle friert sein Open-Source-Fehlerprämienprogramm wegen maschineller Einsendungen ein
Google hat sein Prämienprogramm für Schwachstellen in eigener Open-Source-Software zum 01.10.2026 ausgesetzt. Als Grund nennt das Unternehmen einen deutlichen Anstieg automatisierter Einsendungen, von denen die überwiegende Mehrheit unbrauchbar sei. Eine Aktualisierung ist für das erste Quartal 2027 angekündigt.
Bericht
Nach dem Bericht von TechCrunch vom 04.10.2026 ist das Google Open Source Software Vulnerability Rewards Program mit Wirkung zum 01.10.2026 pausiert. Zitiert wird aus der Begründung, der Anstieg automatisierter Einsendungen sei erheblich und die große Mehrheit davon nicht gültig. Betroffen seien Entwickler und Projektbetreuende, die mit Berichten überhäuft wurden, die ungültige Befunde und erfundene Angaben enthielten. Google verweist Forschende auf die übrigen Prämienprogramme und kündigt eine Aktualisierung für das erste Quartal 2027 an. Als eigene Kanäle sind ein Kurzbeitrag des Programms und die Regelseite genannt. Die Kennzeichnung als unverifiziert steht hier, weil der Seitenkörper der Regelseite aus der Laufumgebung nicht auslesbar war und der Kurzbeitrag auf einer Plattform liegt, die dieser Skill nicht als Beleg zulässt, der Sachverhalt beruht damit auf einer Quelle der Stufe C.
Einordnung
Das ist der erste Fall in diesen Briefings, in dem ein großer Anbieter einen Prozess nicht wegen eines Angriffs, sondern wegen der Menge maschinell erzeugter Beiträge schließt. [Schlussfolgerung] Für die Beratung ist das ein brauchbares Gegenbeispiel zur Erwartung, mehr Durchsatz sei immer ein Gewinn: Ein Verfahren, dessen Eingang jeder beliefern kann, bricht zusammen, sobald die Erzeugung billiger wird als die Prüfung. Dasselbe Muster trifft Bewerbungsverfahren, Angebotsanfragen und Support-Postfächer in Betrieben.
Quellen
NotiertOffene ModelleLokaler BetriebneuEin Inferenzprogramm unter MIT-Lizenz betreibt ein 125-Milliarden-Modell auf Spielerhardware
Das Projekt Strata stellt ein Inferenzprogramm unter MIT-Lizenz bereit, das Qwen3.8-Flash-Next mit 125 Milliarden Parametern auf Grafikkarten mit mindestens 12 Gigabyte Speicher betreibt. Es bietet lokal Schnittstellen im Format von OpenAI und Anthropic. Am 05.10.2026 trägt die Ablage 9.000 Sterne.
Bericht
Die Ablage nennt als Mindestausstattung Grafikkarten der Reihen GeForce RTX 20, 30, 40 oder 50 oder Radeon RX 7900 oder 9000 mit 12 Gigabyte Speicher oder mehr, dazu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher, empfohlen 64 Gigabyte, etwa 80 Gigabyte freien Plattenplatz und Windows 10 oder 11 oder Linux. Angeboten werden mehrere komprimierte Fassungen von Qwen3.8-Flash-Next, genannt Q2_0, IQ2_XS, IQ3_XXS und IQ3_S, dazu Varianten für Code und eine Swift-Fassung. Als Durchsatz auf einer RTX 5070 nennt das Projekt 94 Token je Sekunde bei der Erzeugung und 2.650 Token je Sekunde bei der Verarbeitung der Eingabe, abhängig von der gewählten Fassung. Die Lizenz ist MIT. Die Ablage weist 9.000 Sterne und 818 Abspaltungen aus. Ein Veröffentlichungs- oder Änderungsdatum steht nicht auf der Seite. Der Hacker-News-Beitrag dazu stammt vom 04.10.2026 und nennt im Titel 100 Token je Sekunde auf einer RTX 4090, was von der Zahl in der Ablage abweicht.
Einordnung
Für Ingos eigenen Aufbau und für datenschutzsensible Betriebe ist das die praktisch wichtigere Nachricht des Wochenendes als Kolibri, weil sie die Schwelle senkt statt sie zu verschieben: ein Modell dieser Größenklasse auf einer Karte, die in einem gewöhnlichen Arbeitsplatzrechner steckt. [Schlussfolgerung] Der Preis dafür steht in den Fassungsnamen: Q2 und IQ2 sind starke Komprimierungen, deren Qualitätsverlust das Projekt nicht ausweist, und für Deutsch gibt es keine Angabe. Die Abweichung zwischen Titel und Ablage bei der Durchsatzzahl ist ein weiterer Grund, die Werte als Herstellerangabe zu behandeln und nicht als Messung.
Quellen
Nicht aufgenommen
Der Axios-Bericht vom 04.10.2026 über ein bevorstehendes Modell mit offenen Gewichten von Reflection kommt nicht ins Briefing: Es ist eine Ankündigung einer Ankündigung, und die Nachläufer sind Aggregatoren, also keine zweite unabhängige Quelle. Der öffentliche Rücktritt eines Sicherheitsverantwortlichen bei OpenAI vom 03.10.2026 ist eine Personalie ohne belegten Richtungswechsel im Produkt; die Resonanz dazu steht im Medienspiegel. Die Einkaufs- und Bezahlfunktion von Metas Muse ist nicht aufgenommen, weil die Erstquelle CNBC und die Nachläufer den automatisierten Abruf mit HTTP 403 abwiesen und sich kein abrufbarer Beleg der Stufen A bis C fand. Ebenso fehlt das Verbot maschinell erzeugten Codes bei Pop!_OS, hier wies Neowin mit HTTP 403 ab und eine abrufbare Primärquelle von System76 war nicht auffindbar. Der Leitfaden von OpenAI zum Bauen mit GPT-6 vom 02.10.2026 ist Anbieterdokumentation ohne neuen Sachverhalt. Die US-Personalien um einen KI-Beauftragten und eine neue Behördeneinheit sind ohne Folge für den deutschen Mittelstand und in der Sache bereits am 30.09.2026 als Präsidialerlasse erfasst.